Das Haus

 

Das Haus und seine Geschichte

Als Gründungsjahr von Augsburg gilt das Jahr 15 v. Chr. Bei der Besetzung des Gebietes der Vindelicer durch den römischen Kaiser Augustus wurde am Zusammenschluss von Lech und Wertach ein Militärlager errichtet. Schnell entwickelten sich städtische Strukturen und das damalige Augusta Vindelicorum (Augsburg) wurde zur Hauptstadt der neu gegründeten römischen Provinz Raetien.Schon bei der Eroberung der Alpen und des nördlichen Voralpengebietes durch die Römer zu Beginn unserer Zeitrechnung wurde eine Straße benötigt. Endgültig fertig gestellt und durchgängig für Fuhrwerke befahrbar und schließlich bis hin zur Donau verlängert, wurde diese Straße unter Kaiser Claudius. Die Via Claudia Augusta. Die wichtigste Verbindung zwischen Adria und dem westlichen Voralpenraum für mehr als zwei Jahrhunderte. Der Verlauf dieser römischen Straße ist größtenteils bis in die heutige Zeit exakt nachweisbar. Die Via Claudia führte mitten durch das Gebiet der heutigen Stadt Augsburg und ist überbaut.

Diese berühmte Via Claudia lief ziemlich genau an dem Gebäude vorbei, in dem sich heute unsere Cafe Bar befindet – eine prominente Lage! In 2009 brachten Grabungen im Innenhof des Anwesens, sehr gut erhaltene, römische Tuffmauern zu Tage mit einer erstaunlichen Breite von 1,15m. Die Räume waren mit Wand- und Fußbodenheizung ausgestattet und wiesen Überreste von Wandmalereien und Bodenmosaiken auf. Aufgrund der massiven Mauern und der Ausstattung liegt die Vermutung nahe, daß es sich um eine öffentliche Therme handelte.

Das gotische Vorderhaus des Anwesens Frauentorstraße 51 mit dem spitzen Giebel wurde im Jahre 1423 erbaut, und gilt als eines der ältesten, erhaltenen Häuser der Stadt Augsburg. Das gesamte, 3-geschossige Dachwerk diente damals reinen Lagerzwecken. Im 1. Stock befinden sich noch heute gotische Bohlenwände, die einen Rückschluss auf den Grundriss zulassen (Wohnstube, Schlafräume, Küche mit offener Feuerstelle und niedrigem Türsturz, um den Rauch möglichst in der Küche zu behalten). Heute befinden sich diese Bohlenwände „geschützt“ hinter Trockenbauwänden.

Über mehrere Jahrhunderte wurde das Haus durch Generationen von Handwerkerfamilien bewohnt. Die alten Steuerlisten erwähnen z. B. „Kistler“. Um das Jahr 1800 erwarb Braumeister Eberhardt das Anwesen zur Produktion und Lagerung von Bier (tiefe Kelleranlagen mit Tonnenwölbungen im Rückgebäude). Zuletzt hatte über drei Generationen die Weinhandlung Müller in der Frauentorstraße 51 ihren Geschäftssitz. Im Jahr 2008 erwarben Marion Zitt und Jürgen Niederlechner das Anwesen und restaurierten es sehr aufwändig.

Am 01.04.2014 eröffneten Maria Dzalto und Karin Dzalto-Neuwirth ihr schmuckes Lokal im Erdgeschoss des Hauses.

Lassen Sie sich an diesem historischen Ort die Speisen und Getränke schmecken!

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